Lemgo – Wälder, Teiche und Aussicht
Rund um Lemgo lässt es sich wunderbar kurz mal abtauchen. Ein echter Tipp ist der Rundweg „A1 – Rund um den Rießen“. Knapp sechs Kilometer, angenehm abwechslungsreich, mit sanften Anstiegen und schönen Blicken über die Hügellandschaft. Start ist in Lemgo-Matorf, und schon nach wenigen Schritten taucht man in dichten Wald ein. Wer es ruhiger mag, spaziert lieber um die Försterteiche im Stadtwald – dort glitzert das Wasser zwischen Buchen und Eichen, und Kinder können am Ufer wunderbar stöbern. Picknickdecke einpacken, Thermoskanne auf – Herbstgenuss pur.

Detmold – Wo Geschichte auf Natur trifft
In Detmold wird Wandern schnell zur kleinen Zeitreise. Die Falkenburg-Runde bei Berlebeck ist ein Paradebeispiel: Nur knapp sechs Kilometer, aber mit richtig viel Abwechslung. Ein schmaler Pfad führt hinauf zur Burgruine, wo einst Ritter hausten und heute ein Aussichtspunkt den Blick über das Tal freigibt. Die Wege sind waldreich, im Herbst besonders stimmungsvoll – und die Kinder fühlen sich fast wie kleine Entdecker. Wer es etwas sportlicher mag, kann die A2-Route durchs Heidental wählen. Auf rund fünf Kilometern geht’s durch Laubwald und über Hügel mit tollen Ausblicken auf den Teutoburger Wald. Trotz kurzer Distanz ist das eine kleine „Wald-Mini-Bergtour“, die mit einer heißen Schokolade in Detmolds Altstadt perfekt endet.

Bad Salzuflen – Kurpark trifft Naturidylle
Auch der Kurort hat mehr zu bieten als Gradierwerke und Soleluft. Direkt am Stadtrand startet der barrierefreie Landschafts- und Walderlebnisraum – ein kurzer, aber wunderschöner Spazierweg durch lichte Mischwälder und entlang kleiner Bäche. Ideal für Familien mit Kinderwagen oder Großeltern, die gemütlich unterwegs sind. Wer etwas länger laufen möchte, dreht eine Runde um den Kurparksee. Rund fünf bis sieben Kilometer führen durch das herbstliche Parkgelände und weiter in den angrenzenden Wald. Unterwegs gibt’s immer wieder Bänke mit Blick aufs Wasser – perfekt für einen kurzen Stopp und vielleicht ein Stück Apfelkuchen aus der Thermobox.

Wistinghauser Senne – Sand, Heide und weite Blicke
Ein Geheimtipp für Naturfreunde ist die Wistinghauser Senne bei Oerlinghausen. Hier, wo sich Heideflächen, sandige Wege und lichte Kiefernwälder abwechseln, zeigt sich der Teutoburger Wald von seiner ganz anderen Seite. Ein kurzer Rundweg von etwa 4,5 Kilometern führt durch die sanfte Dünenlandschaft, vorbei an kleinen Tümpeln und alten Wacholderbeständen. Besonders im Herbst ist das Licht hier magisch – die Farben der Heide und das goldene Gras leuchten gegen den blauen Himmel. Der Weg ist gut ausgeschildert und meist eben – perfekt für Familien mit älteren Kindern oder für alle, die einfach mal Ruhe suchen. Tipp: Ein Fernglas mitnehmen! Mit etwas Glück sieht man Exmoorponys oder Hochlandrinder, die in der Senne ihr Zuhause haben.

Herbstmomente zum Mitnehmen
Was all diese Wege gemeinsam haben: Sie sind kurz, gut erreichbar und voller kleiner Entdeckungen. Gerade jetzt im Herbst zeigen sich Buchen, Ahorn und Eichen in den schönsten Farben – und selbst Kinder, die sonst nicht so begeistert sind, finden Spaß am Rascheln im Laub oder am Sammeln bunter Blätter. Ein paar Tipps am Rande: Gutes Schuhwerk lohnt sich, denn auch kurze Waldwege können rutschig sein. Morgens oder am späten Nachmittag ist das Licht besonders schön, und wer Glück hat, erwischt einen stillen Moment, wenn sich Nebel zwischen die Bäume legt. Und falls das Wetter umschlägt – in Lemgo, Detmold oder Bad
Salzuflen wartet immer ein Café mit warmem Kakao und Kuchen.